Enstehung des Posaunenchores

Eine Chronik über den Posaunenchor von Elnrode-Strang zu schreiben, ist gar nicht so einfach. Auch nicht, wenn man bereits einige der nun fast 60 Jahre des Chores miterlebt hat.

Vielmehr kommen einem beim Schreiben die Erinnerungen an Übungsstunden, Auftritte oder sonstiges. Nur leider kann man davon kaum etwas als Geschichte zu Papier bringen. Aber trotzdem wollen wir gerne allen Interessierten hiermit ein paar Daten und Fakten des Vereins nennen.

Und so begann es nun: Laut mündlicher Überlieferung gab es in den 20er Jahren in Elnrode einen Mann namens Rüppel der Tanzmusik spielte. Er und Richard Henkel sowie Heinrich Möller bliesen damals ein paar Instrumente. Der damalige Männergesangverein Elnrode-Strang kaufte aus dem Erlös eines Sängerfestes 1927 ein paar Hörner (Blasinstrumente). Leider wurde nirgends überliefert, wer nun alles genau die Bläser und der Chorleiter dieser Gruppierung gewesen sind. Durch den 2. Weltkrieg kam diese Aktivität allerdings zum Erliegen.

Erst nach dem schrecklichen Krieg kamen einige Elnröder 1948 wieder auf die Idee das Posaunenspielen zu beginnen. Heinz Möller fuhr hierzu nach Hephata zu Diakon Reuse und erlernte dort das Blasen. Zu ihm gesellte sich im Dezember 1948 Horst Wetzlar. Sie fuhren mit den Fahrrädern, gingen zu Fuß oder fuhren ab Schlierbach mit dem Zug bis nach Treysa. Da gibt es manch´ lustige Geschichte von durchgelaufenen Gummistiefeln und anderem.

Durch die Initiative des damaligen Pfarrers Herrn Hartwig und des Kirchenvorstandes Heinrich Möller wurde Anfang des Jahres 1949 ein richtiger Posaunenchor gegründet. Die ersten Mitglieder dieser Gruppe waren: Heinz Möller, Horst Wetzlar, Heinrich Dieling, Adolf Heinmüller, Helmut Reuber, Heinz Ziegler, Gerhard Jäckel und Erich Kramer. Zu dieser Zeit war es ziemlich problematisch die Instrumente zu bekommen. Meistens wollten die eigentlichen Besitzer den jungen Leuten die wertvollen Instrumente nicht zum Spielen überlassen.

Gleich im Gründungsjahr hatte der Verein ein großes Erlebnis:

Der damalige Landesposaunenwart Erich Wiegand veranstaltete 1949 eine Übungswoche in Elnrode. Am anschließenden Sonntag wurde dann mit der Unterstützung einiger Bläser aus Hephata im Gottesdienst in Elnrode bereits geblasen! Außerdem nahmen die Mitglieder des Posaunenchores an einem Lehrgang in Hephata unter der Leitung des damaligen Reichsobmann der Posaunenchöre Fritz Bachmann teil. (Damals gab es noch keine hauptamtlichen Posaunenwarte; alles geschah nur ehrenamtlich.)

Durch die vielen Zugänge gleich in den nächsten Jahren standen dem Chor nicht genügend Instrumente zur Verfügung. So kam es, dass sich manche Bläser ein Horn teilen mussten. Aber auch diese Probleme wurden gelöst. Die Übungsstunden fanden damals zum Teil in der Schule in Elnrode statt. Es kamen Diakon-Schüler aus Hephata nach Elnrode um die Übungsstunde des Posaunenchores zu leiten. Unter anderem waren es die folgenden Diakon-Schüler: Bruder Wiegand, Bruder Horst, Bruder Tascho und Bruder Vieser.

Der andere Teil der Übungsstunden wurde von Diakon Reuse in Hephata geleitet. Dazu mussten die Bläser (wie bereits erwähnt) nach Treysa kommen.

Später übernahm dann Heinz Möller die Leitung des Chores bis 1989. Zwischenzeitlich (1977 bis 1979) wurde er aus Krankheitsgründen von seinem Stellvertreter Adolf Heinmüller vertreten. 1989 bis 1991 leiteten dann Norbert Helwig und Adolf Heinmüller gemeinsam den Chor. Von 1991 bis Sommer 2003 lag die Leitung in den Händen von Norbert Helwig und Heike Sokolowsky. Danach leitete Norbert Helwig dann zunächst alleine den Chor. Vom Frühjahr 2004  bis Herbst 2009 wurde er darin von Torsten Kupetz unterstützt. Ab Herbst 2009 bis im Januar 2014 leitete dann Norbert Helwig den Chor wieder allein. Vom Januar 2014 bis Juni 2015 war Thomas Schaumlöffel Chorleiter.

Seit Juli 2015 obliegt die Chorleitung Lars Sokolowsky.

Der Posaunenchor Elnrode-Strang besteht heute aus 8 Mitgliedern. Und

dies sind nun mittlerweile nicht nur Bläser und Bläserinnen aus Elnrode und Strang. Sie kommen auch aus den anderen Ortsteilen der Gemeinde Jesberg oder von dort, wo es sie mittlerweile hin verschlagen hat. Es ist eine buntgemischte Gruppe aus jung und alt, die sich jeden Freitagabend zur gemeinsamen Übungsstunde im Dorfgemeinschaftshaus in Elnrode trifft. Zurzeit gibt es keine Jungbläsergruppe.

 

Zur Geschichte des Posaunenchores gehören aber auf alle Fälle auch die großen Ereignisse:

  • 1974 feierte der Chor sein 25-jähriges Jubiläum. Dies wurde mit einem Gottesdienst und anschließdender Feier im Gemeindehaus in Jesberg begangen.
  • Ein weiteres Ereignis, was noch in guter Erinnerung geblieben ist, war das Kreisposaunenfest 1979 zum 30. Gründungsjahr des Vereins. Es wurde auf dem Spielplatz in Elnrode gefeiert.
  • Sogar ein zweites Kreisposaunenfest kann der Posaunenchor Elnrode-Strang vorweisen: 1989 zum 40-jährigen Bestehen des Chores fand auf dem Parkplatz des Dorfgemeinschaftshauses am 17. September das Bläserfest des Kirchenkreises Fritzlar statt.
  • Ein bißchen verspätet feierten wir im Jahre 2010 unser 60-jähriges Bestehen (siehe Artikel aus der HNA)

Der Posaunenchor Elnrode-Strang spielt zu den verschiedensten Anlässen: Ob Konfirmationsgottesdienste (auch silberne und goldene Konfirmation), Adventsandachten, Freiluftgottesdienste, Laternenumzüge o. ä.: der Posaunenchor ist dabei. Auch im Krankenhaus und im Altenheim wird jedes Jahr den Menschen mit der Musik eine Freude gemacht. Somit ist auch das Repertoire sehr vielfältig: Von Chorälen über Volkslieder bis hin zu den Schlagern.

Sie suchen noch ein passendes Geschenk für einen Geburtstag? Wir spielen auf Wunsch auch gerne ein Ständchen: Ob runder Geburtstag, Hochzeit, Silberhochzeit, Goldene Hochzeit oder sontiges Jubiläum. Sprechen sie uns an. Oder wenden Sie sich an unsere "Ständchen-Beauftragte" Elke Reuber. Wenn es uns möglich ist, erfreuen wir sie gern gegen eine Spende mit einem Musikständchen.

Natürlich wird auch innerhalb des Chores gerne einmal gefeiert: Auf dem Programm stehen Grillfeste, Posaunenchorfahrten und Jahresabschlussfeiern.